Häufige Missverständnisse im Bezug auf Schmerzen

 

Als Arzt, Therapeut und Trainer - oder einfach als Mensch - wird man immer wieder mit dem Thema Schmerzen konfrontiert. Leider besteht immer noch ein weit verbreitetes, falsches Verständnis von Schmerzen. Dies führt nicht selten dazu, dass Schmerztherapien und –behandlungen nicht den gewünschten Erfolg mit sich bringen. Auch lässt sich, durch ein „falsches“ Schmerzverständnis, in manchen Fällen der Schmerz verschlimmern oder ihn gar erst entstehen.

Daher möchte ich hier einige Missverständnisse zum Thema Schmerzen ausräumen und erklären wie es wirklich läuft.

 

4. Ohne Schmerzen kein Erfolg (No Pain, no Gain)!

 

Falscher kann man es nicht ausdrücken!

Leider sind immer noch viele davon überzeugt, ein wenig Schmerz aushalten zu müssen, damit es später besser wird. Sei es beim Training oder auch in der Therapie.

Der Trainer/Therapeut sagt dir: „Da musst du durch. Ein wenig Schmerzen musst du aushalten. Dadurch gewöhnst du dich daran und wirst stärker/besser.“ oder „Lauf den Schmerz raus.“ Dies trifft nicht zu. Wenn man beim Training einen Schmerz verspürt, so sieht unser Gehirn eine Gefahr und möchte uns dazu auffordern, unsere Handlung zu verändern. Wenn wir diese Aufforderung kontinuierlich ignorieren, wird sich unser Gehirn etwas anderes, neues einfallen lassen, um unsere Handlung zu ändern. Die kann dazu führen, dass unsere Leistung schlechter wird, statt besser. (Oder sich Schmerzen auch verschlimmern oder verlagern.)

In diesem Zusammenhang ist auch das Training/die Therapie von schmerzenden („verletzen“) Gelenken oder Strukturen um sie herum zu sehen. Denn nicht immer ist dies die optimale Lösung. Häufig wird nach dem Prinzip verfahren: Wir müssen das Knie behandeln oder die Strukturen um das Knie oder evtl. noch die benachbarten Gelenke.

Hier ist es wichtig ggf. andere Aspekte und Wege in Betracht zu ziehen, damit unser Gehirn weniger Gefahr verspürt.

Liegt beispielsweise eine mögliche Beeinträchtigung unseres visuellen Systems vor, wodurch uns Rückenschmerzen entstehen?

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