Wie unser Gehirn unsere Bewegung steuert

 

Die drei Kommunikationswege oder -kreise unseres Gehirns oder wie unser Gehirn die Bewegung steuert

 

Unser Nervensystem hat viele „Wege“ oder neuronale Leitungen/Kreise, um unsere Bewegungen zu erstellen, zu kontrollieren und zu koordinieren.

Wir haben primär drei Kreise unseres Gehirns, welche für optimale Bewegung und Performance verantwortlich sind. (Quelle. Dr. Eric Cobb; ZHealth)

 

Der Bewegungskreis

 

Der Bewegungskreis hat drei Aufgaben

 

  1. Empfangen von sensorischem Input : 80% unseres sensorischen Inputs nehmen wir über die Augen auf (Vision). Die restlichen 20% nehmen wir über unser vestibuläres System (Gleichgewicht) sowie das propriozeptive System (die peripheren Nerven) in Gelenken, Haut, Muskeln und Organen wahr.

  2. Das Verarbeiten des wahrgenommenen Inputs und Entscheidungen treffen: um so besser die wahrgenommenen Eindrücke zusammen passen um so schnellen (besser) wird eine (Bewegungs-) Entscheidung getroffen. Eine optimale Bewegung wird nur dann erreicht, wenn alle sensorischen Systeme das Selbe mitteilen.

  3. Eine Bewegung „erstellen“: Das Gehirn erstellt, auf Grund des empfangenen Inputs, einen Bewegungsplan. Sobald eine Bewegung erfolgt, entsteht neuer sensorischer Input, welcher den Prozess erneut in Gang setzt. Dies erlaubt dem Gehirn ein „Fine Tuning“ der Bewegungen vorzunehmen.

 

 

Der Koordinationskreis

 

Der Koordinationskreis vergleicht den Bewegungsplan deines Gehirns für den Muskel mit dem, was der Muskel wirklich ausführt. Einfach ausgedrückt: ist die Bewegung so gewesen, wie sie geplant war? Ebenso werden ständig Änderungen im Bewegungsplan vollzogen, aufgrund von neuem sensorischen Inputs.

 

 

Der Vorhersage- und Vorbereitungskreis

 

Der Vorhersage- und Vorbereitungskreis (Interozeption) lässt uns unseren inneren Zustand bewusste werden und prognostiziert zukünftige Anforderungen, um die innere Ausgeglichenheit (Homöostase) beizubehalten.

Sensorischer Input der in unser Gehirn gelangt, lässt ein inneres Bild von allem, was in unserem Körper geschieht, entstehen. Dieses innere Bild kann unser subjektives Gefühl ändern und dazu führen, dass wir dazu veranlasst werden Dinge die „nicht richtig laufen“ zu korrigieren.

 

Optimale Performance kann nur entstehen, wenn das was unser Bewegungs- und Koordinationskreis anordnen und das was unser interozeptives System an Rückmeldung gibt, lediglich minimale Unterschiede aufweist. Top Athleten haben ein hochentwickeltes interozeptives System. Dies verhindert eine Überreaktion des Gehirns, wenn sie mit eine physischen Herausforderung konfrontiert sind.

 

 

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